Forschung schafft Perspektiven: Anton Potapov (Senckenberg)
Juni 2026
Anton Potapov kommt aus Moskau nach Görlitz und übernimmt am Senckenberg die Leitung der Abteilung für Bodenzoologie. Die unbefristete Stelle passt perfekt zu seinem Forschungsprofil. Der Umzug ist für seine Familie eine große Entscheidung. Im Interview erzählt er, warum sich der Schritt gelohnt hat und was den Forschungsstandort Görlitz so besonders macht.
Wer bist du und woran arbeitest oder forschst du?
Ich bin Wissenschaftler. Ich komme aus Moskau und arbeite derzeit als Professor und Leiter der Abteilung für Bodenzoologie am Senckenberg in Görlitz. Wir erforschen Kleintiere, die im Boden leben, weil sie für unsere Ökosysteme sehr wichtig sind.
Warum bist du nach Görlitz gekommen und was hat dich überzeugt, hier zu arbeiten?
Es gab eine unbefristete Stelle, die perfekt zu meinem Forschungsprofil passte. Diese Chance sollte man sich nicht entgehen lassen.
Wie hast du dein Ankommen in Görlitz erlebt und was gefällt dir am Leben in der Stadt?
Es war keine leichte Entscheidung für die ganze Familie, insbesondere für die Kinder, denn mit jedem Umzug verliert man soziale Kontakte. Aber wir genießen viele Aspekte unseres Lebens in Görlitz. Alles ist nah beieinander, und die Einrichtungen sind nicht überfüllt, sodass man seine Freizeit gut nutzen kann.
Was macht die Wissenschaftsregion um Görlitz aus deiner Sicht besonders?
In meinem Forschungsgebiet war und ist Görlitz wohl der wichtigste Kompetenzstandort in Deutschland – und in vielen europäischen Ländern einzigartig.
Was hat dich an Görlitz oder an der Arbeit hier besonders überrascht?
In Görlitz habe ich viele sehr nette Kollegen kennengelernt, und wir haben eine angenehme berufliche Gemeinschaft, die es uns ermöglicht, gemeinsam nach vorne zu blicken und ambitionierte Projekte zu planen.
Über das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Das Museum für Naturkunde Görlitz steht seit mehr als 200 Jahren für naturwissenschaftliche Forschung und Wissensvermittlung. Als Teil der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung arbeiten mehr als 100 Mitarbeitende an Fragen der Biodiversität, der Wechselwirkungen zwischen Organismen und ihrer Umwelt sowie der Zukunft von Ökosystemen im globalen Wandel. Grundlage sind die wissenschaftlichen Sammlungen mit rund 7 Millionen Objekten.
Durch das Engagement in der akademischen Lehre und die Vermittlung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse durch Ausstellungen, Bildungsangebote und Forschungsprojekte an eine breite Öffentlichkeit, stärkt das Museum die Wissenschaftsregion Lausitz.
Text: Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Dieses Porträt entstand in Kooperation mit dem Hi!Lusatia e.V. im Rahmen der Ausstellung „Hi!Lusatia – Forschung schafft Perspektiven“ in der Galerie Brüderstraße in Görlitz.
