Die Welt trifft sich in Görlitz!

Die Tische sind gedeckt. Die Küche wird langsam auf Temperatur gebracht und die ersten hungrigen Kunden betreten bereits die Gaststätte „Horschel“. Heute werden sie ausnahmsweise von den zwei Führungsköpfen des Hauses begrüßt. Dabei wird es den Gästen schnell klar, hier wird der Europastadt-Gedanke tatsächlich gelebt! Denn Bas Dankers, Mitinhaber und Mitgeschäftsführer des Restaurants stammt aus Amsterdam, Dawid Wojciechowski, Manager, ist im Nachbarland Polen geboren. Nicht selten fragen die Gäste neugierig danach, wie beide Männer nach Görlitz gekommen sind.

Bei Bas Dankers war es tatsächlich die Liebe, die ihn in die Neißestadt lockte. Bis zum Alter von 18 lebte er bei seinen Eltern in Amsterdam. In dieser Zeit ist er viel mit der Familie quer durch Europa bis nach Amerika gereist, das Ausland erwies sich als unheimlich verlockend. Mit 18 erfüllte er sich den Traum nach mehr Sonne und wanderte nach Gran Canaria aus, wo er im Tourismusbereich arbeitete. Nach anderthalb jahren ging er zurück nach Amsterdam. Nach einem Job als Telefon-Verkäufer im Finanzbereich startete Bas Dankers mit 25 seine Gastronomiekarriere im Service oder hinter der Bar in einem kleinen, jedoch durchaus erfolgreichen Restaurant in Amsterdam. Mehrere Monate im Jahr verbrachte er allerdings in Brasilien. In Amsterdam folgte dann die klassische Erfolgsstory vom Kellner zum Manager. Bas Dankers brachte die Gaststätte in die offiziellen Top 10 von Amsterdam und zählte eine Künstlerin aus Görlitz, die in Amsterdam studierte, zu seinen Stammkundinnen. So kam er letztendlich nach Görlitz und lernte den Eigentümer des Hotel Emmerich kennen. Gemeinsam entstanden die Horschel-Pläne. 2019 war es so weit und mit diesem Schritt war klar, Görlitz hatte gewonnen! Schon beim ersten Aufenthalt in der Neißestadt spürte der holländische Weltbummler das Potenzial von Görlitz und entdeckte eine Nische für sich im Bereich der gehobenen Gastronomie.

Von diesem Konzept ließ sich Dawid Wojciechowski ebenfalls überzeugen und stieg 2022 ein. Von seiner Geburtsstadt Zgorzelec bis nach Görlitz war es dennoch eine lange Reise gewesen: Schon als Kind träumte David vom „goldenen Westen“. Der Tag, an dem die Mauer fiel, hat sich tief in sein Gedächtnis eingebrannt, „so wunderbar war dieser Tag“. David lernte in Zgorzelec Hotelfachmann. Nach einem ersten Praktikum in einem Görlitzer Hotel brachten ihn familiäre Beziehungen nach Frankfurt/M. Nach einem ersten Job bei einem Italiener bekam er die Chance im edlen Weidemann Restaurant zu arbeiten. Dort lernte er alle Facetten der gehobenen Gastronomie kennen und arbeitete sich bis zum Restaurant-Leiter hoch. Nach einer zweieinhalbjährigen Zwischenstation als Gastronomiedirektor in dem größten osteuropäischen Hotel auf der Schneekoppe hieß es zurück nach Frankfurt/M., wo er in einer französischen Brasserie 5 Jahre als Serviceleiter arbeitete. Allerdings rief ihn die Familie in die alte Heimat zurück. David half ein Jahr lang seiner Schwester, ein Restaurant in der Görlitzer Altstadt aufzubauen. Danach wechselte er zurück nach Frankfurt/M zum „Franziska“, ein Rooftop Restaurant im edlen Henninger Turm. „Da war ich buchstäblich ganz oben angekommen“, schwärmt Dawid noch von dieser in Deutschland einzigartigen Location. Als er von der schweren Krankheit seiner Mutter erfuhr, kam er schnell nach Zgorzelec zurück. Es sollte eine neue Wende in seinem Leben werden: er traf auf die große Liebe und nahm die Herausforderung „Horschel“ an.

Und wenn man beide fragt, wie man sich in Görlitz fühlt, nachdem man so erfolgreich in Top-Häusern der Metropolen Frankfurt/M. und Amsterdam war, antworten beide spontan: „Entscheidend sind die Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung und Lebensqualität. Bei beiden Themen punktet Görlitz“. Besonders erwähnenswert: die natürliche Internationalität im Dreiländereck, die Nähe zu den Weltstädten Berlin, Prag und Breslau, die vielseitigen Ausflugsmöglichkeiten, die Natur rund um Görlitz und die kurzen Wege. Aber vor allem ist es diese Grundgemütlichkeit – als Gegenpol zur Dauerhektik der Großstädte, die hier zu einer hohen Lebensqualität beiträgt. Die Menschen sind noch zugänglich, und der berufliche Jahresrhythmus macht es möglich, mehr Zeit für sich und die Familie zu haben.

Ob sie sich vorstellen könnten, von Görlitz wegzuziehen? „Wir haben es durchgespielt und festgestellt: Für unser Kind ist Görlitz das Beste“, sagt Dawid Wojciechowski. Bas Dankers bestätigt: Work-Life-Balance ist hier perfekt. Klar, ein bisschen mehr Nachtleben wäre gut aber er ist sehr zuversichtlich, dass sich die Stadt weiter entwickelt! „Regelmäßig sind Top-Unternehmer aus Frankfurt/M. zu Gast im Horschel“, ergänzt David. Wie gesagt, die (Business-)Welt trifft sich schon jetzt gern in Görlitz!


Text & Fotos: DIE PARTNER

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